Mr. Wilson: Der Persönliche AI Assistent
Die Idee
Die Idee und treibende Vision hinter diesem Projekt war die Schaffung einer KI-Instanz, die es ermöglicht, einige der nervigen Planungsaufgaben, die jedem im Alltag unterkommen, zu vereinfachen und viele Apps zu vereinen. So kann man zum Beispiel viele Apps wie Google Kalender, Keep und Tasks, Notion, Telegram, Wetter und vieles mehr dem LLM als Kontext geben und sich extra auf dich angepasste Antworten geben lassen.
Entstanden ist die Idee aus dem Bedürfnis heraus, ein Benachrichtigungssystem für meine Skripte und Programme zu integrieren, das mich informiert, ob und wann die Ausführung stattgefunden hat. Mir war wichtig, immer und überall auf diese Infos Zugriff zu haben, also entschied ich mich, einen Telegram-Bot zu erstellen. Für alle, die damit nicht vertraut sind: Telegram bietet zusätzlich zur normalen API, über die man Nachrichten usw. schreiben kann, auch die Möglichkeit, Bots zu erstellen, mit denen man im Chat-Format interagieren kann. Natürlich können diese nur einfache vorgefertigte Funktionen ausführen. Ich implementierte also den Telegram-Bot und gab ihm die Funktion, den Status meiner Programme einzusehen und mich zu informieren. Das war mir aber etwas zu langweilig und da ich sowieso gerade mit dem Thema zu tun hatte, entschied ich mich, den Telegram-Bot mit OpenAI’s GPT-4 zu revolutionieren. Das gab die Möglichkeit, immer auch über Telegram Zugriff auf ChatGPT’s großen Bruder zu bekommen und zudem wurde ein langweiliger Statusbericht gewürzt mit einer persönlichen Note und verpackt in das Format der menschlichen Kommunikation.
Nun kam mir auch die Idee, GPT-4 eine Rolle zu geben, um die Erfahrung noch weiter auszubauen. So entstand Mr. Wilson, mein persönlicher Assistent, der mir jeden Morgen eine Zusammenfassung über die Termine für den Tag gibt, mich über den Status meiner Skripte informiert und mir auch mit motivierenden Zitaten den Tag verschönert.
Technische Umsetzung
Ich verwendete zunächst das normale GPT-4-Modell, doch dieses ist nicht darauf trainiert, Funktionen abzurufen. Wenn ich also zum Beispiel das Wetter abrufen wollte, bekam ich hin und wieder eine erfundene Antwort oder es funktionierte einfach gar nicht. Dann las ich aber über ein etwas angepasstes neues Modell von OpenAI, GPT-4-0613, welches ermöglicht, Funktionen direkt an das KI-System zu übergeben. Dieses ist extra darauf trainiert worden, Funktionen wie das Wetter abzurufen, wann immer es das für nötig hält und zudem eine konstante Erfolgsrate zu haben.
Um dem Assistenten ein "Langzeitgedächtnis" zu verleihen, habe ich ihn mit einer Pinecone-Vektor-Datenbank verbunden. So kann Mr. Wilson auf relevante Informationen aus vorherigen Interaktionen zurückgreifen, was die Konversation kontextbezogener und persönlicher macht.
Stand der Dinge
Mr. Wilson ist in seiner Funktionalität schon weit. Ich integrierte:
- Wetterdatenzugriff
- Kalenderzugriff (Schreib- und Lesezugriff)
- Langzeitgedächtnis
- Zugriff auf interne Daten
Viele Funktionen möchte ich aber noch integrieren, wie z.B:
- Reminder-Funktion
- Integration von Google Tasks
- Telegram-Chat-Nachrichten verschicken
- Stimmenerkennung und -ausgabe durch KI-generierte Stimmen
Gedanken und Reflexion
Die Entwicklung von Mr. Wilson war bis jetzt eine spannende Reise und ich freue mich auf das fertige Endprodukt. Es war nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, über die Art und Weise nachzudenken, wie wir KI in unseren Alltag integrieren können, um unser Leben zu verbessern. Mein Ziel war es, einen Assistenten zu schaffen, der nicht nur Aufgaben ausführt, sondern auch Charakter hat und mit dem es Spaß macht zu schreiben.
Wenn Sie Anregungen oder Ideen für weitere Funktionen haben, würde ich mich über eine E-Mail an em@tech-elevate.at freuen.